Berufsorientierter Donnerstag an der Graf-Anton-Schule Wadern
Die Graf-Anton-Schule Wadern ist die einzige Erweiterte Realschule im Kreis, die Schulabgängern der 9. Klasse das "berufsorientierte Donnerstagspraktikum" (BoDo) anbietet - mit Erfolg, so die Zwischenbilanz.
Dankbar ist der Schulleiter vor allem den
einheimischen Unternehmen und Betriebe, die diesen berufsorientierten Donnerstag
überhaupt erst ermöglichen. Er hofft, daß in Zukunft noch weitere Firmen bereit sein
werden, sich an diesem Projekt zu beteiligen, sodaß im Laufe der weiteren Zukunft eine
regelrechte Ausbildungsbörse entstehen könnte.
Über einen Zeitraum von fünf Monaten tauschen Schüler einen Tag in der Woche das Klassenzimmer gegen einen von ihnen selbst ausgewählten Betrieb. Es sind Betriebe aus dem Handwerk, dem Einzelhandel, der Verwaltung, der Gastronomie, aus Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen und aus den erzieherischen Bereichen. Die meisten Betriebe sind in der Stadt Wadern ansässig, aber auch in den Nachbargemeinden Weiskirchen, Losheim am See, Nonnweiler, Tholey und Schmelz. Die Schüler erhalten in diesem Praktikum die Möglichkeit, sich im Hinblick auf ihre bevorstehende Berufswahl zu orientieren.
Höherer Abschluss sinnvollManche kommen zu der Erkenntnis, dass es nicht der für sie passende Beruf ist, andere erkennen, dass ein höherwertiger Abschluss durch eine zweijährige Schulausbildung für sie sinnvoll ist. Immerhin finden nach Abschluss des fünfmonatigen Praktikums 25 Prozent der Absolventen eine Ausbildungsstelle in einem dieser Betriebe.
Nicht wenige Schülerinnen und
Schüler erhalten durch dieses Praktikum einen Motivationsschub im Hinblick auf die
Verbesserung ihrer schulischen Leistungen. Sie wollen unbedingt die Hauptschule mit einem
guten Abschlusszeugnis verlassen.
Das betreuende Lehrerteam, Walli Wolbers, Gisela Marmit-Kastaun und Rainer Gillenberg, hatte zusammen mit den Schülern die Ergebnisse aus dem Praktikum den Eltern und den betreuenden Vertretern der einzelnen Betriebe und Einrichtungen in einer Abendveranstaltung vorgestellt. Die betreuenden Lehrpersonen standen fünf Monate lang mit den beteiligten Betrieben in regelmäßigem Kontakt, so dass die Kooperation zwischen Schule und Betrieb bestens funktioniert hatte.
Regelmäßiger AustauschAuch die Hauptschüler des 8. Schuljahres und die Realschüler der neunten Klasse hatten für drei Wochen ihre Schulbank in der Schule verlassen um in Betriebspraktika das so genannte wahre Leben zu erkunden. Um Eltern, Betriebsangehörigen und Lehrern einen Einblick in das diesjährige Praktikum zu vermitteln, berichteten einige von ihnen von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen. Dabei spannte sich der Bogen von der Sportfachkauffrau, der Bankkauffrau und der Kindergärtnerin bis zur Arbeit in einer Tierheilpraxis.