Projekttage rund um das Thema „Sucht und Suchtgefährdung" an der Graf-Anton-Schule Wadern

- Spaß haben ohne Alkohol, Drogen und Co. -

Auf Initiative der Schoolworkerin Ulrike Benterbusch, in Kooperation mit dem Haus der Familie in Merzig, befassten sich die Klassen 8a und 8b der Graf-Anton-Schule Wadern an zwei Projekttagen intensiv mit dem Thema Sucht und Suchtprävention.

Obwohl die Schüler schon viel über legale und illegale Drogen wussten, brachte das Projekt eine Menge neuer Erkenntnisse. Methodisch vielfältig wurden beide Klassen unter der Leitung von Stefanie Müller-Raß und Peter Draschan an die Thematik herangeführt.

Mit Hilfe von Filmmaterial zur Suchtvorbeugung, einem Quiz zum Thema Alkohol sowie in Form von Diskussions- und Gesprächsrunden setzten sich die Schüler vertieft mit den Suchtgefahren auseinander. Auf Plakaten brachten sie ihre eigenen Gedanken zu Suchtfaktoren und Suchtprävention zum Ausdruck.

Das Erleben der Klasse als Gemeinschaft, die mit Interesse und Offenheit ein so schwieriges, komplexes Thema bearbeitete, stand dabei im Mittelpunkt. Denn mit anderen Spaß haben, aktiv sein und etwas Gemeinsames sinnvoll gestalten können, das gehört zu einer aktiven Suchtvorbeugung. Auch wenn den Jugendlichen vieles schon vage bekannt war, schockierten doch die filmisch vorgestellten brutalen Auswirkungen der Sucht auf die Betroffenen, ihre Familien und Freunde.

Lebenslange Schäden - Informiert sein ist Vorbeugung

Auch die Auskunft, dass ein beachtlicher Teil der Patienten in psychiatrischen Anstalten drogengeschädigt ist und durch die Sucht lebenslang von Wahnvorstellungen und allen möglichen psychischen Erkrankungen heimgesucht wird, machte betroffen.

Wichtig war es nach dieser Arbeitsphase dann aber, herauszufinden, wie man als junger Mensch sein Leben gestalten soll, um nicht in Gefahr zu geraten, in eine Sucht abzurutschen: Niemand darf sich scheuen, einen Freund oder die Clique mit einem eindeutigen "Nein, das will ich nicht!" zu verlassen, wenn Drogen ins Spiel kommen. Niederlagen und Konflikte gehören zum Leben. Wer seine Probleme dann nicht mutig und eventuell mit Unterstützung anderer anpackt, sondern mit Drogen betäubt, der lädt sich zusätzlich erdrückende finanzielle, körperliche und seelische Nöte auf. Auf die entscheidende Frage "Was hilft?" fanden die Schüler sehr gute Antworten: ein Ziel haben, wie zum Beispiel einen ordentlichen Schulabschluss machen, um dann einen Beruf auszuüben, der zufrieden und ausgeglichen macht, Interessen entwickeln, Hobbys nachgehen, die Spaß machen und auch einen Ausgleich in stressigen Zeiten bieten, Vertrauen haben in die eigenen Stärken und in Menschen, die einem zur Seite stehen und helfen können; sich abgrenzen von Leuten, die einem nicht gut tun, sich echte Freunde suchen. Nach der intensiven Beschäftigung mit dem Thema war für die Schüler eines klar: Von Drogen sollte man die Finger lassen.