Mit
ihrer Musik aus den unterschiedlichen Gegenden Boliviens hat die Musikgruppe
Akapana Schülern und Lehrern der Graf-Anton-Schule Wadern dieses faszinierende
Land und seine Kulturen ein Stück näher gebracht. Bei den Liedern aus dem Tiefland
Boliviens fühlten sich die Zuhörer in den Urwald hineinversetzt, bei den Liedern aus den
Anden konnte man z. T. den Flug des Kondors nach fühlen. Dabei wäre es fast nichts aus
dem Auftritt der Musikgruppe, die auf Einladung des Bistums Trier hier ist, geworden. Auf
Grund der Unruhen in Bolivien konnte die Gruppe erst später als geplant nach Deutschland
kommen. Der Bandleader Roberto Enzimas erklärte den Schülern, dass die Unruhen Folgen
der großen sozialen Ungerechtigkeit seien. Neben der Musik und dem Vorstellen der
unterschiedlichen Musikinstrumente ging er auch auf die Fragen der Schüler ein. So auch
auf die Frage nach ihrer komischen, bunten Kleidung. Die Kleidung ist
die Tracht der Menschen in der Gegend von Potosi, einer Stadt die auf über 4000 m Höhe
liegt. Dort ist es zum einen sehr kalt, so dass jeder Mützen braucht, zum anderen wächst
in dieser Höhe nicht viel. So ist die Landschaft eher grau und eintönig. Durch ihre
farbenfrohe Kleidung wollen die Menschen mehr Farbe in die Landschaft bringen.
Roberto Enzimas berichtete auch von vielen Kindern im gleichen Alter der Schüler, die
wenn überhaupt, erst abends in die Schule gehen könnten, da sie tagsüber arbeiten
müssten. Mit ihrer Musik und den Erklärungen haben die Bolivianer Interesse für ihr
Land geweckt und den Schülern geholfen, mal über ihren eigenen Tellerrand zu schauen.
Der Auftritt erfolgte im Rahmen der Aktion Kulturen begegnen sich und wurde
gefördert durch das Bundesprogramm VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz
und Demokratie und organisiert vom Pastoralreferenten Karl-Josef Schmitt.
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