Schulsanitätsdienst informiert sich im Landtag des Saarlandes

Es ist 8 Uhr  morgens, gemeinsam stehen wir auf den Schulhof und warten  auf den Bus. Wir, das heißt die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes der Erweiterten Realschule Wadern und des  Hochwald-Gymnasiums, die Schoolworkerin Frau Benterbusch, Herr Meiser, Lehrer an der ERS,  Herr Biesel, Lehrer am HWG und Herr Ludes vom DRK werden den Landtag und die  Rettungsleitstelle an den Winterberg Kliniken besuchen.

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Wir treffen um zirka 9.00 Uhr am Saarländischen Landtag ein. Freundlich empfängt uns ein Mitarbeiter des Landtages, Herr Riedmann. Auf interessante und sehr anschauliche Art bringt er uns die Arbeitsweise des Landtages näher. Leider können wir uns nur den eigentlichen Sitzungssaal des Landtages   genauer anschauen, da sich zur Zeit der Landtag einer Schönheitskur unterziehen muss. Herr Riedmann forderte uns auf, uns im Landtag hinzusetzen und fragte die Schüler, was sie denn so alles über den Lauf der Dinge hier wissen. Einige Lehrer drehten sich weg, so viel wussten sie. Doch Herr Riemann nahm es mit Humor. Er erklärte uns, dass der saarländische Landtag mit seinen 51 Abgeordneten  der kleinste Landtag  in der Bundesrepublik Deutschland ist. Diese 51 Abgeordneten setzen sich so zusammen: 27 CDU, 18 SPD, 3 FDP, 3 Bündnis 90/ Die Grünen. Mit einem kleinen Rollenspiel veranschaulichte er uns die Vorgehensweise nach einer Neuwahl. Er teilte uns in 2 Parteien ein und wir sollten einen Landtagspräsidenten wählen. Danach wurden die übrigen Minister gewählt. Zum Schluss sollte der ,,Landtagspräsident" noch eine Rede vorlesen. Aber ich glaube, ich muss nicht lügen, wenn ich behaupte, dass die wohl nicht wirklich jeder verstanden hat. Nach diesem Schwall an Informationen dürfen die Schüler und Lehrer erst einmal ein Frühstück zu sich nehmen. Nachdem wir gesättigt sind, verlässt uns Herr Riedmann und die SPD Abgeordnete Anke Rehlinger, die uns eigentlich eingeladen hat, stößt zu uns. Sie beantwortet uns alle Fragen, die die Schüler auf Lager haben. Es kommen  Themen wie das Ladenschlussgesetz, die Studiengebühren, die Kindergeburtsrate, den Anbau der Ganztagsschule, die Schulbücher, G9/G8 und andere zur Sprache, die besonders im alltäglichen Schulunterricht aufkommen. Aber auch die Zeit einer Abgeordneten ist begrenzt und so verlässt sie uns nach sehr interessanten Stunden schon. Abschließend war der Besuch im Landtag sehr lohnenswert, spannend und interessant.

So jetzt erst mal Pause! Nach dieser ersten Besichtigung wollen wir erst mal alle was Richtiges  essen. Natürlich gehen wir alle ins McDonalds, wir sind ja vom Schulsanitätsdienst… Nachdem wir eine Stunde Aufenthalt in der Stadt Saarbrücken hatten,  fuhren wir nun auf den Winterberg, um die dortige Rettungsleitstelle des Saarlandes zu besichtigen. Wir sind schon gespannt, was uns dort erwartet. Doch das Restaurant für das Personal lässt schon ein paar stutzig werden - das Casino. Nach einer Slalomfahrt, während der ich uns schon in der Hecke liegen gesehen habe, parken wir am Hubschrauberhangar. Der Rettungsleiter Herr Bost empfängt uns dort. Er erklärt uns die Nutzungsweise des Hubschraubers und warum es sinnvoll ist, ihn einzusetzen. Denn was ich auch nicht wusste ist, dass der Rettungsdienst innerhalb von 12 Minuten am Unfallort sein muss und dass der Hubschrauber einen geeigneten Landeplatz braucht; so ist es meistens sinnvoller mit dem Rettungswagen zu fahren. Um diese Richtlinie einzuhalten sind 5 Rettungswachen über das Saarland verteilt. Sie sind in den folgenden Städten zu finden: Perl, Wadern, Losheim, Merzig und Saarbrücken. Von diesen 5 Punkten sind fast alle Unfallorte innerhalb von 12 Minuten zu erreichen. Während wir die Landung des Hubschraubers beobachten, erzählt mir Herr Bost, dass das Hubschrauberteam zwischen 3 und 10 Einsätze pro Tag fliegt. Im ganzen Krankenhaus sind es ungefähr 550. Nachdem der Hubschrauber gelandet ist, können  wir ihn besichtigen. Erschreckt stellen wir fest, dass wegen der ganzen Technik recht wenig Platz für den Patienten bleibt. Also noch ein Punkt, der dazu mahnt, den Einsatz des Hubschraubers mit Vorsicht zu genießen. Auch darf ein Patient nur geflogen werden, wenn die Ärzte sagen, er sei dazu fähig. Doch alle diese Minuspunkte lässt die Schüler nicht von ihrer Meinung abbringen: Alle finden sie den Hubschrauber unheimlich cool.