Katapult, Kuschelkissen und jede Menge Informationen

ERS Wadern präsentierte 26 unterschiedliche Aktionen

Das waren drei Tage voller Begeisterung in denen die Schüler Handwerkliches kreierten oder auch ernsthafte Themen dokumentierten wie ein Waisenhaus in Indien oder das Leben in der Antarktis.

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Gibt es das: eine Schule, in der die Schüler von der Lehrerin gelobt werden, wenn sie Kreidestückchen durch die Klassen schießen? In der ERS Wadern wurde genau das beobachtet, aber damit hatte es eine besondere Bewandnis. Im Rahmen der diesjährigen Projekttage wurden in der Klassen 7a die alten Römer zum Thema gemacht und einige Schüler hatten ein funktionstüchtiges Katapult gebaut. Es gab eine Ausstellung mit Fundstücken, eine Infowand dokumentierte einen Ausflug nach Trier und an der Leine hingen Wachstäfelchen, wie sie von den Römern zum Schreiben benutzt wurden.

Am Tag der offenen Tür konnten Eltern und Freunde bewundern, was in den vergangenen drei Tagen geschaffen worden war. Einige Fünftklässler führten in der Sporthalle Märchen und Fabeln auf, die Klasse 8a machte Theater im Klassenzimmer und in der 8c wurde eifrig getanzt. Im Werkraum waren Schiffsmodelle aus Holz entstanden und in der 5a türmten sich Kuschelkissen auf den Regalen. Gabriela hatte einen rosa Pullover ausgestopft, Isabella zeigte stolz einen zur Trommel umfunktionierten Blumentopf, den sie mit Serviettentechnik verziert hatte."Projekttage sind toll - viel schöner als normaler Unterricht", meinten die beiden.

Vor der 6c stand eine große Infowand mit Bildern und Berichten über die Arbeit von Pater Jose, der in Indien ein Waisenhaus unterhält und seit mehreren Jahren mit vielen Aktionen unterstützt wird. Im Mai wird Pater Jose dem Aktionskreis Indienhilfe einen Besuch abstatten und dabei auch in der ERS Wadern vorbeischauen.

Das Leben in der Antarktis hatte die Klasse 8c untersucht und im Atlas viele interessante Informationen gefunden. Thomas Jantzen lief als Pinguin herum und lenkte die Aufmerksamkeit der Gäste auf die schön gestaltete Antarktisecke.

"Das ist so viel - man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll", bemerkte eine Besucherin. Überall sah man Schüler, die mit Stolz und Eifer bei der Sache waren. 26 Projekte wurden präsentiert, "Aktionen wie diese machen eine Schule lebendig", meinte Schulleiter Ferdi Heyer. Es liegt in seinem Bestreben, die Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu fördern und ihre natürlichen Begabungen zu erkennen und zu unterstützen.

(SZ vom 25./26. Februar 2006)