Abschlussfeier 2006 an  der Erweiterten Realschule Wadern
- Zum Erfolg mit Reife und Disziplin -

In feierlichem Rahmen wurden am vergangenen Freitag 43 Hauptschüler und 48 Realschüler der Erweiterten Realschule Wadern verabschiedet. Alle haben ihre Prüfungen bestanden. 21 Hauptschüler haben die Zugangsberechtigung zur zweijährigen Berufsfachschule erreicht, neun Realschüler den Zugang zur gymnasialen Oberstufe. Die stilvolle Feier in der festlich geschmückten und vollbesetzten Sporthalle wurde gestaltet von Schulorchester, Solisten, Lehrer- und Schülerchor der ERS unter Leitung von Musiklehrer Peter Meiser, der zugleich Moderator des Abends war.

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„Ihr wart ein guter Jahrgang, ihr habt Reife gezeigt", lobte ERS-Schulleiter Ferdi Heyer in seiner Festansprache. Von den früheren üblen und oft geistlosen Streichen zum Schulabschluss bis hin zu Sachbeschädigungen sei nichts zu sehen gewesen, sagte Heyer. Überhaupt sei ein,Comeback der Disziplin festzustellen. Der lange herrschende Zeitgeist der 68er Propheten mit seinem Laissez-faire sei längst verpönt. Bildungspolitik werde mehr und mehr zur Chefsache in den Staatskanzleien.
Es reiche heute nicht mehr, Schüler mit Sachkompetenz auszustatten. Auch Sozialkompetenz sei gefragt. Nur in der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus gelinge erfolgreiche Erziehung und Bildung, sagte Heyer und forderte auf, diese Gemeinsamkeiten weiter auszubauen. Heyer wünschte den vier Entlass-Jahrgängen „einen erfüllenden Beruf als Grundlage eines glücklichen Lebens".

„Die Jugend ist faul, aufmüpfig und liebt den Luxus." Schulelternsprecherin Angelika Erb zitierte Sokrates. Schon vor 2400 Jahren sei es nicht anders gewesen: „Er hätte es gestern sagen können!" Mit feinsinnigem Humor ging Angelika Erb den Turbulenzen der Schulzeit auf den Grund: „Die Jungen sind in ihrer Zeit an der ERS durchschnittlich 45 Zentimeter gewachsen und haben 35 Kilo zugelegt, bei den Mädchen sind es im Durchschnitt 37 Zentimeter und 20,7 Kilo. Beweis für eine Hormonschlacht! Haben die Erwachsenen vergessen, dass sie in ihrer Pubertät genau so waren? Es ist trotzdem etwas aus ih-. nen geworden." Frau Erb machte den jungen Leuten Mut für eine Zeit, „in der Jugendlichkeit bis ins hohe Alter angesagt ist, und in der sich alle paar Tage die Wertvorstellungen ändern". Weiter wünschte sie den Schülern, dass „es in den kommenden Jahren für sie weniger hektisch und turbulent zugeht".

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Nicht als Bruch mit der Vergangenheit, sondern als Aufbruch in die Zukunft sah Schülersprecherin Melanie Bauer den Abend. Nun habe zwar der Einstieg in den Beruf Vorrang, jedoch sollte dabei nicht die persönliche Würde verloren gehen. „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume", forderte sie ihrer Mitschüler auf und bedankte sich für die schöne Zeit an der ERS.

„Der lange gemeinsame Weg verästelt sich nun in viele Richtungen", sagte Uta Grenner im Namen der Lehrerschaft. Es gehöre zu einem solchen Abend, den Schülern Optimismus mitzugeben: „Habt ihr genügend Proviant für die nächste Etappe? Ich glaube schon: ihr habt es alle bis jetzt geschafft!"

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Bürgermeister Fredi Dewald ehrte die Klassenbesten mit einem Geldgeschenk der Stadt. Das sind die Hauptschüler Andreas Scheidhauer (Klasse 9e) mit einem Notendurchschnitt von 1,7 und Katharina Morov (Klasse 9d) mit 2,25. Klassenbeste im Realschulbereich sind Matthias Fell mit 1,33 und Mona Hoffmann mit 1,86. Scheidhauer und Fell erhielten zudem mit je einer 1,0 die besten Verhaltenszeugnisse der ERS.

Die vier Schülerinnen der Klassen 10a und 10b, Sarah Kreuder, Christina Hans, Melanie Bauer und Valerie Grünewald begeisterten das Publikum mit einem brillanten Liedvortrag von „No frontiers".


Mit einem großen Blumenstrauß bedankte sich Rektor Heyer bei der Schülersprecherin Melanie Bauer für ihren Einsatz im Zusammenspiel von Schülern und Eltern.Vom Kultusminister ausgestellte Zertifikate als Mediatoren - das sind unabhängige Streitschlichter - erhielten Valerie Grünewald, Sarah Kreuder und Michael Möller.

Der Schüler- und Lehrerchor beendete die Feier mit dem Clapton-Song  „Tears in heaven". Anschließend lud der Förderverein zu einem gemütlichen Beisammensein ein. Bei sommerlichen Temperaturen feierte man noch bei einem warmen Büfett und kühlen Getränken bis in den späten Abend. Die Abschlussschüler unterhielten die große Gästeschar mit originellen und lustigen Sketchen, Spielen und Vorträgen, wobei die Lehrer manch ungeahnte Talente offenbarten.