Schulfest an der ERS Wadern

So macht Schule richtig Spaß

Das diesjährige Schulfest der Erweiterten Realschule in Wadern entwickelte sich bei einem Traumwetter zu einer stimmigen Mischung aus Kultur und Gaudi.

Zur Eröffnung durch den Schulleiter, Ferdi Heyer, tummelten sich bereits um 10 Uhr samstags morgens alle Schüler mit Eltern auf dem festlich hergerichteten Schulhof. Unter dem Motto „Reise in die sechziger und siebziger Jahre" hatte jede Klasse im Projektunterricht ihren eigenen spannenden Beitrag erarbeitet.

Da malten die einen, andere sangen, handwerkelten oder übten den Mannequinschritt in Mamas Klamotten aus Jugendzeiten. So wichen auch anfängliche Bedenken („Da war ich noch gar nicht auf der Welt", so Marcel Schneider, 8b) schnell der Begeisterung für eine Zeit , die für die Jugend von heute tatsächlich schon Geschichte ist: erster Schritt eines Menschen auf den Mond, Friedensbewegung, Kalter Krieg und hohe Zeit der Fußballlegenden. An allen Ecken des Schulhofes gab es etwas auf Wandzeitungen nachzulesen. Picasso und Hundertwasser erhielten neue Ehren auf nachgemalten Seidenbildern. Im ersten Auftritt des Tages machten Schülerinnen der Abschlussklassen die Bühne zum Laufsteg für Hippie-Mode. Manuel Glauben, Schüler der Klasse 5a, bediente gekonnt das Schlagzeug zu heißen Rhythmen der golden Sixties.

Als festen Bestandteil jeder Feier an der ERS Wadern kennen Insider Schulorchester, Theater und Schülerchor, die auch diesmal viel Beifall ernteten. Sie verschönten Essen und Trinken, das Eltern in Haus und Hof für alle Leckermäuler bereithielten. So gestärkt, steuerten die Festbesucher auf eines der Highlights des Tages zu: Frau Erb rief zur Versteigerung kunstvoll gestalteter Stühle. Unter den Hammer kamen Flower-Power-Sitze, ein heißes Ferrari-Stuhlmodell, ein Zebra, ein Revolutionsstuhl, getarnt als Guillotine, ebenso wie viele andere originelle Sitzgelegenheiten. Hingerissen von Kreativität und Engagement der Jugendlichen waren nicht nur die Mitschüler und Eltern. Auch die Lehrer freuen sich jedes Mal zu erleben, wie viele Schüler ihr Können aus Hobby und Freizeit in die gemeinschaflichen Projekte an ihrer Schule einbringen. Das macht Schule spannend und erlebenswert.

In diesem Sinne klang die Feier gegen Abend beschaulich und heiter aus - mit einem echt saarländischen Fazit:

Wir haben gut geschafft und genauso gut gefeiert.