Bei den Kooperationspartnern „Praxisluft“ schnuppern

Am 29. Oktober 2019 haben sich die 9. Klassen der Graf-Anton-Schule Wadern aufgemacht die Kooperationspartner der Schule, Nestlé Wagner, Diehl Defence, Saargummi und Globus, in ihren Unternehmen zu besuchen und sich vor Ort ein Bild von den Arbeitsabläufen und Herstellungsprozessen der Betriebe zu machen. Im Vorhinein konnten sich die Schülerinnen und Schüler nach persönlichem Interesse einem Unternehmen zuordnen, das sie sich genauer anschauen wollten.

Im „Gläsernen Globus“ schauten sich die Schülerinnen und Schüler an, welche Schritte in einem Handelsunternehmen dieser Größe notwendig sind, damit die früh morgens frisch angelieferte Ware pünktlich zu Geschäftsbeginn für die Kunden im Regal liegt. Das Lager mit seinen Hochregalen und unterschiedlichen Temperaturen beeindruckte und ließ die jungen Besucher sogar in einem Teilbereich bei winterlichen -18 Grad Celsius etwas frösteln. Die „Highlights“ waren aber sicherlich die hauseigene Metzgerei und Bäckerei. Auch hier konnte man sich den gesamten Herstellungsverlauf bis hin zum fertig verpackten Produkt anschauen. Ein Bonus war der spontan organisierte Besuch in der Textildruckerei, wo die Schülerinnen und Schüler sehen konnten, wie ein T-Shirt mit einem Wunschlogo oder einer Grafik bedruckt wird – u.a. sogar mit einer speziellen Farbe, die im Dunklen leuchtet.

Nestlé Wagner öffnete ebenfalls seine Pforten an diesem Tag und zeigte den Neuntklässlern die einzelnen Produktionsschritte von der Teigherstellung bis zur fertig belegten Tiefkühlpizza. Von der Besuchertribüne aus konnten die Schülerinnen und Schüler diesen Prozess beobachten und waren auch hier fasziniert vom Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik. Viele der im Herstellungsprozess beteiligten Maschinen sind Eigenentwicklungen von Wagner und unterliegen daher einem besonderen Know-how-Schutz. Die Unternehmensgeschichte sorgte zudem für Erstaunen: aus einer kleinen Bäckerei in Nonnweiler-Braunshausen ist im Laufe der Zeit ein weltweit agierendes Unternehmen geworden.

Bei Diehl Defence wurden sie nach der Begrüßung durch die Ausbildungsverantwortlichen zunächst durch die Produktionshallen geführt und bekamen einen Einblick in die Präzisionsarbeit im Bereich Metallverarbeitung. Besonders beeindruckend war dabei die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. Auch wenn die Maschine den Vorgang durchführt, muss der zuständige Mitarbeiter genau wissen, was in diesem Produktionsschritt passiert und wie der Roboter gesteuert bzw. programmiert wird. Die im Sommer neu eingeweihte Ausbildungswerkstatt verdeutlichte ebenfalls die präzise handwerkliche Arbeit in dieser Branche. Die Schülerinnen und Schüler durften hier verschiedene Arbeitsschritte selbst einmal ausprobieren und konnten sich mit den Auszubildenden über ihre Erfahrungen während der Lehrzeit unterhalten.

Saargummi gewährte den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Gummiverarbeitung – angefangen beim Rohstoff Kautschuk bis hin zur Gummidichtung und Schuhsohle. So konnten sie sehen wie der Rohstoff zu Beginn aussieht und wie er im Laufe des Herstellungsprozesses „verwandelt“ wird. Interessant waren hierbei u.a. die ungewohnten Gerüche, aber auch verschiedene chemische Reaktionen, die Bezüge zum Schulfach „Chemie“ zuließen. Auch hier hatten die Neuntklässler die Möglichkeit nach Herzenslust Fragen zu stellen und sich mit den Auszubildenden auszutauschen.