Burg Lichtenberg - Schülerinnen und Schüler der Graf-Anton-Schule Wadern haben sie erobert und drei Tage lang war sie im Besitz von Rittern aus dem Hochwald!

In der letzten Woche war es endlich so weit: 85 aufgeregte Schülerinnen und Schüler der vier 6er Klassen der Graf-Anton-Schule Wadern wurden zusammen mit ihren betreuenden Lehrpersonen von zwei Bussen an der Schule in Wadern abgeholt und zur Burg Lichtenberg bei Kusel gebracht. Drei Tage und zwei Nächte mit vollem Ritterprogramm waren in der Jugendherberge gebucht. Nach zehn Minuten Busfahrt fragten die ersten schon, wann wir denn endlich da wären! Doch schließlich kam der Bus um die letzte Wegbiegung und die imposante Burganlage kam im morgendlichen Nebel in Sicht: „ Wow, die Burg ist ja riesig!", rief ein Mädchen und alle konnten gar nicht schnell genug aus dem Bus kommen, ihre Taschen an sich nehmen und die Burg „erstürmen". Schnell waren alle Schüler in ihren schönen Zimmern untergebracht und das Programm konnte beginnen.

Claudia Jirka-Köcher, eine Geschichtspädagogin aus Wittlich, begab sich als mittelalterlicher Herold mit den Schülern auf eine Zeitreise ins Mittelalter. Die Kinder bekamen dabei nicht einfach trockene Informationen über diese interessante Zeit, sondern tauchten richtig in diese Epoche ein: Jedes Kind bastelte ein hölzernes Schild und einen Ritterhelm. Am zweiten Tag nahmen alle - Schüler und Lehrer – in herrlichen, farbenprächtigen Kostümen am großen Rittermahl teil. In einem Rollenspiel mit Königen, Herzögen, Grafen, Knappen und Pagen wurde den Kindern ganz anschaulich das mittelalterliche Lehenswesen erklärt. Auch bekamen sie dabei eine Vorstellung der damaligen Umgangsformen. Am Nachmittag fand das ritterliche Turnier statt: ein Parcours, den wir nicht hoch zu Ross, sondern zu Fuß zurücklegten. Natürlich erkundeten die Schüler auch die schöne Burganlage. Sie machten eine Burgrallye und fanden dabei viel Interessantes über Thallichtenberg heraus. Ein Höhepunkt unseres Aufenthalts war sicherlich für alle unsere Nachtwanderung über das Burggelände mit Taschenlampen. Nur das Burggespenst hat sich leider nicht blicken lassen! Am letzten Abend unseres Aufenthalts kam der Höhepunkt dieses Schullandheimaufenthalts für die Kinder – sie wurden vom edlen Herold mit einem Schwert zum Ritter geschlagen und bekamen eine Urkunde mit ihrem Ritternamen überreicht. Freitag früh vor der Abreise war sogar noch Zeit, der Zehntscheune, einem Museum auf dem Burggelände, einen kurzen Besuch abzustatten. Hier kann man etwas über die Kuseler Musikanten erfahren, aber auch über die Tierwelt der Gegend und es gibt schöne Halbedelsteine aus Idar Oberstein zu bewundern.

Dann hieß es wieder in die Busse einsteigen und gegen Mittag waren wir zurück in Wadern. Lehrer und Schüler hatten eine schöne Zeit auf Burg Lichtenberg. Danke edler Herold!


Der Eingang zur Burg

Innenhof der Burg bei Nacht